Berlin, Rom, Saarbrücken
Wie sich das Team des Berliner Ruder-Club Hevella auf die Nationalen Spiele von Special Olympics im Saarland vorbereitet, die vom 15. bis 20. Juni stattfinden
„Gut drauf“ steht auf einem Vierer, der aus dem Bootshaus getragen und ins Wasser gelassen wird. Gut drauf ist auch das Quartett mit Steuerfrau, das kurz darauf die Skulls durch das Havelwasser zieht – zügig, gleichmäßig, ohne Probleme. Auch „Odin“, der andere Vierer mit Steuerfrau, und ein Einer gleiten flüssig und harmonisch übers Wasser. Zur Freude und Zufriedenheit von Monika Tampe. Sie hat vor mehr als zwanzig Jahren die Reha- und Behindertensportabteilung des Berliner Ruder-Club Hevella gegründet. Seitdem leitet sie die Abteilung. So lange trainiert sie auch schon die Mitglieder, die jetzt vor einem ihrer größten sportlichen Höhepunkte stehen: Sie haben sich für die Nationalen Spiele von Special Olympics (SO) qualifiziert, die vom 15. bis 20. Juni im Saarland stattfinden. Ebenso der Ruderer Sebastian Stuart vom RC Rapid Berlin, trainiert von Lina Mitscherling.
Eine Premiere für den Rudersport, der vor zwei Jahren bei den World Games in Berlin noch nicht dabei sein durfte. Inzwischen gehört Rudern zur Familie von Special Olympics Deutschland und stand deshalb im letzten Jahr zum ersten Mal bei den Landesspielen Berlin-Brandenburg auf dem Programm. Bei der Eröffnungsfeier hatte Monika Tampe den Eid der Trainerinnen und Trainer für faire Wettkämpfe gesprochen. Eine Ehre für die 76-Jährige. Sie gehört zu den Aktiven, die Para-Rudern in Deutschland etabliert haben. Bei den Paralympics in London 2012 war sie Fackelträgerin.


