Handicap News

Schnuppertag an der Blinden- und Sehbehindertenschule Königs Wusterhausen am 7.2.2017 - Rudern in der Schwimmhalle

In Vorbereitung eines Schule- Verein Projektes in Zusammenarbeit mit dem Behindertensportverband Brandenburg haben sich der Rüdersdorfer Ruderverein und die Blindenschule in KW zu einem solchen Projekt zusammengefunden.

Am 7.2. hat der RRVK in der Schulschwimmhalle KW einen Schnuppertag durchgeführt. Rudern in der Schwimmhalle

Warum in der Schwimmhalle ?

1. Das haben wir noch nie gemacht, mal was neues

2. Wir arbeiten hier mit Blinden und z.T. stark sehbehinderten Kindern, sie brauchen ein Umfeld indem sie sich sicher fühlen. Die Orientierung ist für Sehbebinderte über das Gehör möglich. Hier in der Schwimmhalle haben sie bekannte Effekte.

3. Es ist einfach sicherer als im freien Wasser…und hat einfach riesig Spaß gemacht.

Von 8:°° bis ca 12:³° hat Kerstin in der Turnhalle die Vorarbeit geleistet und den Kindern die ersten koordinativen Aufgaben gegeben. In 4-5er Gruppen ging es dann in die Schwimm / Ruderhalle nebenan. Je Kind hatten wir leider nur ca 5 Minuten Zeit, an die uns die Lehrerinnen immer wieder erinnern mussten. Alle Kinder saßen im mitgebrachten Moby Dick und am Ende ist auch keiner gekentert.

Auch die Lehrer versuchten sich, hatten es schließlich während des Studiums auch einmal gelernt.

Nach einfachen Übungen zur Balance und ersten Vorwärtsbewegungen war die Stimmung richtig gut. Neben den Sehbehinderten fanden sich auch leicht bzw wenig behinderte Sportler, auf die das Auge der Talentjäger fiel.

Nun warten wir die Reaktionen der Eltern und Betreuer ab und können dann das Hauptprojekt angehen.

Ein großer Dank an den Schulleiter, die Sportlehrer und Fachleiter und natürlich an die Betreuer aus unserem Verein, nicht zu vergessen der Schwimmhallenwart – ohne sein OK hätten wir nicht rein gedurft. Es hat riesig Spaß gemacht!!

Gern würden wir hier mehr Bilder zeigen, dies ist aber erst nach Freigabe der Bilder durch die Schule und Betreuer rechtlich möglich. Daher nur dieses eine...

Text und Bild: Lutz Bühnert

Sport oder Rudern nach einem Schlaganfall?

Wir beschäftigen uns in Rüdersdorf mit vielen Handicaps. Nun mal was neues:

 

Ist es möglich, Schlaganfallpatienten mit einseitiger Lähmung zum Rudern zu bewegen? JA

 

Schlaganfallpatienten sind schwer zu betreuen, können ja nix richtig. Das wird oft gdacht. Zu Beginn der Einheiten fast in Einzelbetreuung geübt, hat sich Herbert super eingewöhnt und trainiert jetzt zusammen mit den anderen Handicaps und den „Normalos“. Klar  die Bewegungen, das Laufen und vieles andere sehen anders aus. Es gibt aber keine Sonderbehandlung – Übungen werden korrekt ausgeführt. Um die richtigen Bewegungen und Möglichkeiten zu kennen haben wir uns Hilfe von einer Physiotherapeutin aus einer Rehaklinik geholt.

 

Herbert kann mittlerweile auf beiden Beinen (abwechselnd) stehen, ohne Stock gehen, auf dem Crosstrainer ca 70 Schritte mit normalem Gangbild laufen und ordentliche Körbe mit dem Basketball werfen. Jetzt sind wir aber Ruderer und wollen rudern. Wie kann das mit einer linksseitigen Lähmung (Arm und Bein) ausgeführt werden? Skullen geht nicht, also Riemen – aber die linke Hand hält nicht von allein am Riemen! Viele Recherchen und Zufälle haben uns geholfen. Es gibt Greifhilfen für Personen mit Handschwächen, sogenannte „active hands“, einfach mal googeln.

 

Die Abläufe sind noch etwas eckig, die Bänder und Muskeln kurz, jedoch die Motivation riesig. Die Angst ist immer dabei, weil sich der Patient zu 100% auf einen Helfer verlassen muß. Jeder der das schon einmal mußte, weiss wie schwer das sein kann. Herbert hats getan und …. seht euch das Filmchen an! Als nächstes wollen wir das Einsteigen ins Ruderboot probieren. Ins Motorboot haben wir es schon geschafft, leider mit nassem Fuß. Seit 10 jahren wieder auf dem See, die Freude war sichtbar! Nun ist die Erwartung ins Ruderboot zu gehen noch größer.

 

Wie es mit Herbert weitergeht, schreiben wir hier wenn es soweit ist….

 

Text und Bild: Lutz Bühnert

 

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Integrativer Ruderergometerwettkampf 2016 in Grünau

Auf der umbauten, ehemaligen Terrasse, im Untergeschoss des Wasserfahrzentrums Kanu und Rudern in der Berlin-Grünauer Sportpromenade, fand mit 38 behinderten Sportlern der 17. Berliner integrative Ruderergometer-Wettkampf statt. Ausrichter dieses Wettkampfes über 1000 m ist der Förderverein Wassersporthandicaps e.V.
Der RV Kappeln, Rüdersdorfer RV Kalkberge und die Berliner Rudervereine SV Energie, SC Siemensstadt, Wassersporthandicaps und der BRC Hevella, nahmen mit  sportlichen Einsatz und voller Freude mit ihren mental beeinträchtigten Sportlerinnen und Sportler teil. Der Rüdersdorfer RV Kalkberge schickte zusätzlich zwei ihrer Pararuderer, die ein 1000 m Rennen im LTA und AS-Bereich mit guten Zeiten absolvierten.

Handicap-Rennen auf der Sommer-Regatta in Berlin am 6./7.6.2015

In diesem Jahr, wie schon in 2014, machte die Sommerregatta des Landesruderverbandes Berlin e.V. ihrem Namen alle Ehre. Sonne pur! Ordentlich ins Schwitzen kamen auch alle Teilnehmer der Berliner Handicap-Regatta, die seit 1999 in die Berliner Sommerregatta integriert ist. Der Oldenburger Ruderverein kam mit 29 Personen nach Berlin, wobei hier viele Betreuer und Schlachtenbummler mitreisten. Da dieser Verein überwiegend das Rudern mit sehbehinderten Menschen betreibt, sind auch viele Betreuer notwendig wenn man auf Reisen geht. Der B.R.C. Hevella  e.V.stellte das größte Berliner Aufgebot an Teilnehmern, neben dem Förderverein Wassersport Handicaps e.V., der SV Energie und der RG Wiking.

Informationsveranstaltung "Handicapsportler im Rudersport" am 11.07.2015

Am 11.07.2015 lädt der Rüdersdorfer Ruderverein e.V. in den Räumen des Rudervereins, 15562 Rüdersdorf, Seestraße 13 zu einer Informationsveranstaltung "Handicapsportler im Rudersport" ein, alle Informationen sind dem Anschreiben zu entnehmen: Infoveranstaltung_Handicap_im_Rudersport_am_11.07.2015.pdf